Visum für China Reise

Das fernöstliche China wird immer häufiger zum Ziel von Touristen und Geschäftsreisenden. Kaum ein anderes Land hat in der jüngsten Vergangenheit solch eine Veränderung erfahren. Insbesondere auf dem wirtschaftlichen Sektor ist der asiatische Staat aktuell besonders attraktiv. Aber auch Tausende von Urlaubern wollen hier die einzigartige Faszination und neue Kulturen erleben. Für die Einreise sind jedoch konkrete Voraussetzungen erforderlich, ohne die kein Gast das Land bereisen kann.

Neben einem gültigen Reisepass ist das Visum für eine Reise nach China zwingend vorgeschrieben. Die chinesischen Behörden überwachen streng diese Auflagen, auch wenn aufgrund der politischen Zusammenarbeit mit der Bundesrepublik Deutschland die Prozesse der Visa Erteilung und der Einreise mittlerweile erheblich erleichtert worden sind.

Dazu das Auswärtige Amt:

„Für die Einreise in die Volksrepublik China ist ein Visum erforderlich, das zwingend vor der Reise bei der zuständigen chinesischen Auslandsvertretung bzw. bei einem der „Visa Application Service Center“ eingeholt werden muss.
(http://www.visaforchina.org)
Nach hiesiger Kenntnis stellen die chinesischen Auslandsvertretungen Visa für deutsche Staatsangehörige nicht mehr im Expressverfahren aus“.

(Quelle: Auswärtiges Amt, http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/ChinaSicherheit.html).

Voraussetzungen und Antrag für ein Visum

Eine Einreise in die VR China wird nur dann gewährt, sofern die Reisenden im Besitz eines gültigen Reisepasses (auch ein vorläufiger Reisepass wird anerkannt) sowie eines Visums sind. Dieses sind die Grundvoraussetzungen, damit ein legaler Aufenthalt nachgewiesen werden kann.

Der Antrag für ein Visum muss bei der chinesischen Vertretung Center in dem Land gestellt werden, in dem der Antragsteller dauerhaft aufhältig ist oder dessen Staatsangehörigkeit er besitzt. Die Beantragung erfolgt durch persönliche Vorstellung, durch eine beglaubigte Vollmacht über einen Beauftragten oder auch durch einen anerkannten Visa Dienst. Für Gruppenreisende übernimmt der Veranstalter dieses Prozedere. Hier besteht jedoch eine so genannte „aufenthaltsrechtliche Bindung an die Gruppe“. Sofern hier eine Abweichung erfolgen muss (beispielhaft bei einem krankheitsbedingten Notfall), ist eine Umschreibung des bisherigen Visums zwingend erforderlich. Da sich dieses Szenario oftmals als äußerst problematisch und zeitaufwendig erweist – die Umschreibung ist nicht in jeder Stadt möglich, ist die Beantragung eines Einzelvisa zu empfehlen.

In Verbindung mit dem Visum sind aktuell auch weitere Dokumente für die Einreise nach China zwingend erforderlich:

  • Gültiger Reisepass
  • Vorläufiger Reisepass
  • Gültiger Kinderreisepass (mit aktuellem Foto)
  • Flug – und Hotelbuchungen
  • Gegebenenfalls Einladungen

Kinderausweise nach dem bisherigen Muster (bis 2006) finden ebenso keine Anerkennung wie Kindereinträge in den Reisepässen der Eltern.

Die Gültigkeit der Reisedokumente muss am Tag der Antragstellung für das Visum mindestens sechs Monate beantragen. Zudem müssen in dem Reisepass zwei Blanko Seiten enthalten sein, die mit den entsprechenden Visa Stempeln versehen werden können.

In besonderen Fällen (beispielhaft bei einem Visum für Journalisten) werden zudem oftmals weitere Unterlagen angefordert oder auch die persönliche Vorsprache beim chinesischen Konsulat erforderlich.

Gültigkeit des Visum und berechtigte Aufenthaltsdauer in China

Ein Touristenvisum berechtigt zu einem 30 – tägigen Aufenthalt in China und besitzt ab dem Tag der Ausstellung eine Gültigkeit von drei Monaten. Dieses bedeutet, dass man innerhalb dieses Zeitraums nach China eingereist werden muss.

Bezüglich der Aufenthaltsgenehmigung bestehen auch weitere Möglichkeiten, beispielsweise für Geschäftsreisende. Eine Verlängerung des Visums kann in Ausnahmefällen auf 180 Tage verlängert werden. Besteht die Absicht, den Aufenthalt darüber hinaus zu verlängern, so ist eine zusätzliche Aufenthaltsgenehmigung bei den lokalen Behörden vor Ort zu beantragen. (Wissenswerte und nützliche Informationen dazu unter Merkblatt der chinesischen Botschaft Berlin auf www.china-botschaft.de).

Wird gegen diese Bestimmung verstoßen, drohen hohe Bußgelder. Ohne die Entrichtung der Ordnungsgelder und die Einholung eines neuen Visums wird eine Ausreise verweigert. Zudem erfolgt die Umwandlung in eine Haftstrafe. Die Höhe der Kosten für die Überziehung des Visums richten sich nach der Anzahl der überzogenen Tage.

Touristen erhalten ein Visum, das eine ein – oder zweimalige Einreise nach China gestattet. Beabsichtigt man, sich lediglich im gesetzlichen Geltungsbereich der VR China aufzuhalten, findet einmalige Visum seine Anwendung. Sofern von dort aus eine weiterer Aufenthalt, beispielsweise in Hongkong oder Macao, geplant ist und im Anschluss eine Wiedereinreise nach China erfolgen soll, so ist ein Visum mit einem zweimaligen Einreiserecht zu beantragen. Hierbei ist es jedoch erforderlich, dass der Aufenthalt in diesen Staaten auf legaler Basis beruht. Andernfalls werden die Visa nicht erteilt.

Es empfiehlt sich bei seinem Aufenthalt das Visum sowie den Reisepass stets mitzuführen, damit im Rahmen der Kontrolle chinesischer Behörden die entsprechende Legitimation erfolgen kann. Zudem besteht eine Anmeldungspflicht in der Region und in dem Hotel, in denen man sich dauerhaft aufhält.

Für einen Flughafentransit bis hin zu 24 Stunden besteht keine Visumspflicht. Allerdings darf das Flughafengelände nicht verlassen werden.

„Für deutsche Staatsangehörige besteht die Möglichkeit eines erweiterten 72-stündigen visumsfreien Transitaufenthalts in Peking, Shanghai, Kanton /Guangzhou und Chengdu sowie seit 01.01.2014 auch in Chongqing, Dalian und Shenyang“. (Quelle: Auswärtiges Amt, http://www.auswaertiges-amt.de/DE/Laenderinformationen/00-SiHi/ChinaSicherheit.html).

Kosten und Bearbeitungsdauer

Die Beantragung eines Visums für eine Reise nach China ist mit Kosten verbunden, die sich aus den unterschiedlichen Positionen ergeben

  • Botschafts- und Konsulatsgebühren (Höhe wird von den Behörden festgelegt, in der Regel zwischen 30 und 100 Euro)
  • Konsular Provider Gebühren (aktuell 30 Euro pro Pass)
  • Gegebenenfalls Service Gebühren für die Inanspruchnahme von Dienstleistern
  • Versandkosten der Unterlagen

Sofern sämtliche Unterlagen und Dokumente fehlerfrei und vollständig eingereicht worden sind, beträgt die Bearbeitungszeit zwischen fünf und acht Tagen. (Botschaftsarbeitstagen)..